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matratzen

Hier unsere kleine Matratzenkunde. Grundsätzlich kann man - von Exoten abgesehen - folgende Matratzentypen/-materialen unterscheiden:
Kaltschaum-Matratzen

Kaltschaum-Matratzen Übersicht - Bild: Röwa

Kaltschaummatratzen sind punktelastisch, relativ atmungsaktiv und im Vergleich zu Naturlatexmatratzen oder Taschenfederkernmatratzen relativ leicht. Kaltschaum-Matratzen sind, wie Latex- oder Naturlatexmatratzen aufgeschäumtes Material und somit auch in ihrer Punktelastizität ähnlich wie Latex. Doch bleibt Naturlatex das punktelastischste Material und übertrifft Kaltschaum in der Regel auch an Stützkraft und Haltbarkeit. Die Kehrseite der Medaille: Latexmatratzen sind sehr schwer und damit schwerer zu handhaben. Gute Kaltschaummatratzen wiegen in der Regel über 20kg in 90x200, eine Naturlatexmatratze mit 15cm Kern bringt in derselben Größe lockere 25kg auf die Waage. Wie alle Matratzen sollte auch eine Kaltschaummatratze regelmäßig gewendet werden.

Gute Matratzen haben eine sehr feine "progressive Stützwirkung". Das bedeutet, dass die Stützwirkung langsam zunimmt. Und so verwundert es auch nicht, dass leichte Menschen dieselbe Matratze als weicher empfinden kann als ein schwerer Mensch. Diese Progressive Stützwirkung funktioniert auf nachgiebigen Unterlagen am besten. Wenn die Unterlage starr ist, kann es passieren, dass man erst ein eher schwammiges und sehr weiches Gefühl hat, welches dann aber abrupt endet, weil die Matratze ja nirgendwohin ausweichen kann (außer vielleicht in die zu breiten Zwischenräume einer Palette z.B.). Dieses Phänomen ist um so stärker, je schwerer der Schläfer. Schwereren Seitschläfern können wir nur empfehlen, ihre Matratze auf eine nachgiebige Unterlage zu legen oder aber eine Matratze zu nehmen, die durch eine Kernabdeckung mit z.B. Rosshaar und/oder einem starren Bezug das punktelastische Einsinken abmildert und "ausbremst".

Worauf Sie bei Kaltschaummatratzen achten sollten:

Raumgewicht der Matratzen: Das Raumgewicht guter Kaltschaummatratzen beträgt 50kg/m³ bis 60kg/m³. Leider wird hier immer mehr geschummelt, so dass es immer schwerer wird, ein "ehrliches" von einem "forcierten" Raumgewicht zu unterscheiden.

Kernhöhe der Matratzen: Die Kernhöhe sollte mindestens 14cm betragen

Bezug der Matratzen: Der Bezug sollte mit einer feuchtigkeitstransportierenden Klimafaser, Wolle oder ähnliches versteppt sein

Kernoberfläche der Matratzen: Die Kernoberfläche sollte für eine gute Klimaregulierung und Zonenbildung mindestens Quer- idealer Weise aber auch Längskanäle (Würfelstruktur) aufweisen

Latex-Matratzen und Naturlatexmatratzen

Natur-Latex-Matratzen Überblick - Bild: frankenstolz

Naturlatexmatratzen haben die höchste Punktelastizität (was übrigens den Transport bei Umzügen nicht leichter macht. Unser Tipp: formen Sie eine Rolle und fixieren Sie diese mit Paketklebeband). Latex sorgt für ein softelastisches Liegegefühl. Wer das nicht mag, wählt einfach einen starren, versteppten Bezug, womöglich noch mit einer Rosshaar-Lage zwischen Bezug und Kern. Latex zeichnet sich durch seine hohe Formbeständigkeit aus. Naturlatex wird aus dem Saft des Gummibaums gewonnen. Mittlerweile dürfen Matratzen, die z.T. synthetischen Latex enthalten, nicht mehr "Naturlatex-Matratzen" genannt werden.

Latexallergiker reagieren auf Naturlatex in der Regel nicht. Eine Erklärung könnte sein, dass das daran liegt, dass der Matratzenkern durch den Matratzenbezug geschützt ist und nicht mit der Haut in Berührung kommt. Wir könnten uns allerdings auch vorstellen, dass die Herstellung und Verwendung für die Nicht-Reaktion verantwortlich ist.

Klimatisch sind Naturlatexmatratzen sehr sehr viel angenehmer als Matratzen mit oder aus synthetishem Latex. Wir halten es aufgrund der vielen senkrechten Schäumungskanäle für ein stimmungsmachendes Gerücht, dass Naturlatexmatratzen sensibler auf Feuchtigkeit reagieren als Kaltschaummatratzen. Da mittlerweile auch die Taschenfederkern-Matratzen immer eine Schaumabdeckung, manchmal sogar Schaum-Seiten haben, ventilieren diese nicht mehr so stark und sind auch nicht wirklich kühler in der Anmutung als geschäumte Matratzen. Tatsache ist aber, dass manche Menschen sich einfach wohler auf Taschenfederkern

Viskoschaum-Matratzen

Viscoschaum-Matratzen Überblick - Bild: Röwa

Viskoelastischer Schaum wird auch als Memory-Schaum, Weltraum-Schaum oder von vielen Kunden als "Tempur-Schaum" bezeichnet. Letzteres, weil Tempur, ähnlich wie Uhu zu einem Oberbegriff geworden ist und nicht mehr nur allein als eine Marke unter vielen wahrgenommen wird. Der Viskoschaumkern der Matratze passt sich je nach Körperwärme und Gewicht individuell der Körperkontur an. Der Auflagedruck wird gleichmäßig verteilt und der Körper in jeder Lage ideal entlastet. Viele Rückenprobleme und andere Beschwerden werden durch die druckreduzierte, ergonomische Lagerung des Körpers gemildert. Ein Vorteil den vor allem Bettlägerige zu schätzen wissen. Deshalb sind reine Viskoschaummatratzen ursprünglich auch als Sanitätshausprodukt entwickelt worden! Gesunden Menschen empfehlen wir Matratzen, deren Liegeflächen mit einer Schicht Visco-Schaum versehen wurden, die nicht zu hoch sein darf, weil sonst die gesunden Schlafbewegungen verhindert werden. Die unvergleichbar gute Anpassungsfähigkeit von viskoelastischen Matratzen an den Körper beruht auf der Wärmeempfindlichkeit des Schaummaterials. Diese Reaktion des viskoelastischen Schaums auf die Temperatur macht sich natürlich auch in Zusammenhang mit der Umgebungstemperatur bemerkbar. In ungeheizten Schlafzimmern im Winter wird der Gesamteindruck der Matratze entsprechen hart erscheinen. Im Gegensatz dazu wird die Matratze in heißen Regionen im Sommer entsprechend weich, ggf. sogar schwammig erscheinen und den Schläfer sich "wie der Sand im Förmchen" fühlen lässt. Wir kennen überhaupt nur eine Viscomatratze, die symmetrisch aufgebaut ist und das Wenden in alle Richtungen noch zulässt, gleichzeitig schön zoniert ist und nicht zu hohe Visco-Schichten hat. Die Selecta V6

Sofern Ihre Schlafumgebung Temperaturschwankungen über das Jahr unterliegt, empfehlen wir Ihnen eine zonierte Naturlatexmatratze mit sehr weichem Bezug wie die Ergo-Zone.

 

Taschenfederkern-Matratzen

Taschenfederkern-Matratzen Überblick - Bild: Röwa

Bei Taschenfederkernmatratzen sorgen einzelne Federn, die in Vliessäckchen eingenäht sind, für eine gute Punktelastizität. Allergiker sollten unserer Meinung nach eher zu einer Naturlatex- oder Kaltschaum-Matratze greifen, weil sich in diese Hausstaubmilben und andere Allergene nicht so gut einnisten können wie in die großen Hohlräume von Taschenfederkernmatratzen. Taschenfederkern-Matratzen

 

vegane Matratzen

Taschenfederkern-Matratzen Überblick - Bild: Röwa

Vegane Matratzen enthalten keine tierischen Inhaltsstoffe wie z.B. Naturhaar, also keine Art von Wolle oder Federn bzw. Daunen. Übrigens sind auch die allermeisten konventionellen Matratzen aus Kaltschaum oder Taschenfederkern-Matratzen vegan. Deshalb muss ein vegan lebender Allergiker noch lange nicht auf ein Erdölprodukt mit Kunstfasern zugreifen. Sehr sehr gern beraten wir Allergiker, die meinen, sie müssten ihre Produkte bei mindestens 60°C waschen können und seien deshalb gezwungen, auf Produkten mit Polyester zu schlafen. Dem ist nicht so und wir wollen das auch überhaupt nicht, um so mehr, als es die Menschen, die auf Polyester mit "Restless-Legs-Syndrom" reagieren immer mehr zu werden scheinen. Und so können wir die Ansprüche vegan, ökologisch und allergikergeeignet zu einer Lösung führen, auf der entsprechende Mensch auch noch prima und seinen Bedürfnissen entsprechend schlafen kann.  Vegane-Matratzen:

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